300 Jahre Brautraditon in Oberstreu


Seit etwa 300 Jahren wird aufgrund von Braurechten im Oberstreuer Brauhaus Bier gebraut.


Im April 1699 tauchte das Brauhaus zum ersten Mal in den dörflichen Urkunden auf. Hierbei drehte es sich aber schon um einen Verlängerungsvertrag für das Braurecht.

Ihre fürstbischöfliche Eminenz geruhte damals das Nachsuchen wohlwollend zu betrachten und kam dem Ersuchen über das Landamt Mellrichstadt positiv nach.
Erst aus dem Jahre 1891 liegen wieder mehrere Schreiben vor, die von der Firma Joachim und Sohn, einer Eisengießerei und Kesselschmiede aus Schweinfurt, stammen. Der damalige Bürgermeister Anton Heuring bestellte Maischbottiche für 49 Deutsche Reichsmark und Maschinen für 170 Deutsche Reichsmark. Im Jahr 1960 findet das Brauhaus wieder Eingang in die gemeindlichen Unterlagen. Es wird für 31.239,76 DM umgebaut.

 

Anfang der 90er Jahre musste der, aus der Zeit um die Jahrhundertwende stammende Maischbottich, durch einen neuen ersetzt werden.

 

Für die Zubereitung des würzigen Hausbraubieres war 30 Jahre lang der nebenberufliche Bierbrauer Fabian Schmitt aus Oberstreu zuständig.
Die Familientradition fortsetzend übernahm seit dem Jahr 2000 sein Sohn Christian, ein gelernter Brauer, das Brauen des Oberstreuer Bieres. Gebraut wird nach wie vor im alten Oberstreuer Brauhaus.


Durch die Initiative, vor allem aber durch den unermüdlichen Einsatz von Christian Schmitt, wurde das Brauhaus in den letzten Jahren renoviert und modernisiert. Trotz dieser Maßnahmen ist das Brauhaus in seinem ursprünglichen Aussehen erhalten geblieben.